Lesetipps
«Konfetti», «Kunterbunt», «Pfefferkorn» und «Süssholz». Das Team des «Chinderbuechlade » Bern hat die Lesetipps der ersten Lehrmittel aus der Reihe «Lernwelten Natur – Mensch – Mitwelt» aktualisiert. Bereits vergriffene Titel wurden aus der Liste gestrichen, geeignete Neuerscheinungen aufgenommen.
Damit auch Lehrpersonen, die bereits im Besitz der NMM-Materialien sind, Zugang zu den neuen Lesetipps haben, sind diese im Internet unter www.nmm.ch unter den jeweiligen Lehrmitteln abrufbar. Bei weiteren Auflagen der Klassenmaterial-Ordner werden die Lesetipps ebenfalls aktualisiert.
Dieses Angebot hat zum Ziel, Sprach- und Leseförderung auch im Sinne einer Fächerverbindung zielorientiert anzuregen. Über den Einsatz der empfohlenen Bücher eröffnen sich zusätzliche Möglichkeiten, die Lesekompetenz zu fördern.
Förderung der Lesekompetenz im NMM-Unterricht
Grundsätzliches Ziel der Lesekompetenz von Schülerinnen und Schülern muss eine Befähigung zur optimalen Nutzung der «Hilfswissenschaft Lesen» sein, die zur Erschliessung unserer vielfältigen Welt und ihrer ebenso vielfältigen Probleme führt. Insbesondere das Fach NMM eignet sich in hohem Masse, Aspekte der aktuellen Lese-Didaktik zur Förderung der Lesekompetenz anzuregen.
Leseförderung über Lesemotivation und Lesestrategien
Stehen der Klasse in einer speziell eingerichteten Themenecke eine Anzahl geeigneter, thematisch passender Bücher zur Verfügung, können die Kinder einerseits zum Lesen motiviert und andererseits zu vertiefter Auseinandersetzung mit dem Thema angeregt werden. Von ebenso grosser Bedeutung ist im Zusammenhang mit der Lesemotivation das Vorlesen. Über das Angebot an Geschichten eröffnen sich neue, fremde Welten. Identifikationsfiguren ermöglichen eine emotionale Vertiefung und die Thematik gewinnt für die Kinder an Authentizität.
Eine häufige Form der Leseförderung im NMM-Unterricht ist die Informationsbeschaffung über ein Textangebot. Zur Informations- und Texterschliessung müssen die Schülerinnen und Schüler über ein Repertoire an geeigneten Strategien verfügen.
Ein Beispiel aus der Praxis
3./4. Klasse, «Kunterbunt», Kapitel «Mädchen und Jungen»; Barbara Schürch-Graf
Mit unserer Schulbibliothekarin besteht die Abmachung, dass Lesetipp- Bücher angeschafft werden können.
Die Lesetipp-Bücher zum Kapitel «Mädchen und Jungen» habe ich mit einigen Neuerscheinungen zum Thema ergänzt. Dadurch war gewährleistet, dass genügend Bücher für eine echte Auswahl vorhanden waren. Die Bücher wurden auf unterschiedliche Weise bearbeitet: Zwei Kinder lasen das gleiche Buch. Stilles Lesen und Vorlesen wechselten einander ab. Viele Kinder lasen ihre Bücher auch zu Hause fertig. Anderen, die leicht den Faden verloren, half ich beim Notieren von Stichworten am Ende eines Kapitels oder beim Zusammenstellen von Personenlisten. Auch kamen sie zwischendurch zu mir und holten sich «15 Minuten Vorlesen» ab. Es entstand ein richtiges Lesefieber.
Sobald die Schülerinnen und Schüler ein Buch fertig gelesen hatten, meldeten sie sich zum «Buchvorstellen» an. Die Angaben zum Buch schrieben sie an die Wandtafel, auf dem vorbereiteten Rednerpult stand das obligate Glas Wasser und zum «Spicken» hatten sie sich Kärtchen vorbereitet, wie Fernsehmoderatorinnen es tun. Die Kinder formulierten auch immer ihre eigene Meinung zum Buch.
Als wir die Lesetipps alle durchgearbeitet hatten, brachten die Kinder eigene Bücher und Bibliotheksbücher zum Vorstellen mit. Weil sie so begeistert lasen, begann ich die Seitenzahlen zu notieren. Am Schluss schrieben die Kinder in die Schulzeitung Berichte über ihre liebsten Bücher, und voller Stolz konnten sie in der Zeitung auch berichten: «Die 3. und 4. Klasse hat von November bis Ende März 62 920 Seiten gelesen!»
forumLESEWELT; Christine Lischer-Wenger
| Anhang | Größe |
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| Dowload des Artikels als PDF | 49.77 KB |
| Liste der Lesetipps | 47.5 KB |



