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Reflexion über das Lernen

Maura: Klasse 8a, GümligenMaura: Klasse 8a, Gümligen“Lernen lernen – aus diesem Satz wurde ich bis in die 5. Klasse nicht schlau. Dort haben wir dann zum ersten Mal gesehen, dass man Lernen auch lernen muss. Ziemlich viele Sachen, die wir bis dahin noch nicht gewusst haben, wie zum Beispiel, dass man besser in einer ordentlichen Umgebung lernt, haben uns unser Lehrer und unsere Lehrerin gezeigt.

Natürlich hat sich mein Lernverhalten geändert. In der 1. und 2. Klasse hätte ich vier Stunden am Tag lernen können. Damals machte es mir total Spass zu lernen, ich fand das ‹cool› und kam mir erwachsen vor. In der 3. und 4. änderte sich dran nicht viel, ich verlangte manchmal Zusatzaufgaben. In der 5. Klasse kamen dann mehr Aufgaben, aber weil ich total begeistert vom Französisch war, war mir das egal. Dann, in der 6. Klasse beschwerte ich mich zuhause über die Aufgaben, obwohl wir damals noch nicht wirklich viel hatten. Ab der 7. Klasse kamen immer mehr Aufgaben und meine Eltern hatten sich den perfekten Zeitpunkt ausgesucht, die Scheidung bekannt zu geben. Ich lernte nur noch wenig oder gar nicht mehr, war so wenig wie möglich zuhause. Als das Schuljahr fast zu Ende ging, begann ich wieder zu lernen. In der 8. Klasse übte ich wieder, aber meistens blieben die Wörter einfach nicht in meinem Kopf. Zum Glück habe ich dann eine Methode gefunden, wie sie in meinem Gedächtnis bleiben: Ich lerne und höre dazu leise Musik. Kommen die Wörtchen dann in der Schule, spiele ich die Lieder in meinem Kopf ab.”

Gedanken zu Jasmins Text

Ich denke, in ihrem Alter habe ich das Gleiche gedacht. Die Sachen waren noch relativ leicht. Aber damals habe ich, im Gegensatz zu ihr, noch nicht über das Lernen nachgedacht, sondern habe ‹gerade drauf losgelernt›. Ich finde es erstaunlich, dass sie das schon macht, denn Lernen zu planen habe ich erst in der 5./6. Klasse gelernt. Vielleicht bin ich in Jasmins Alter dem Satz ‹Lernen lernen› zum ersten Mal begegnet, konnte aber damit kaum etwas anfangen.

Über das Lernen nachdenken ist wirklich nützlich, denn wenn ich nicht vorher überlege, was ich wann mache oder ob ich es alleine mache oder Hilfe brauche, gerät das ganze Lernen durcheinander. Lernen muss gelernt sein, Lernen muss überdacht sein.”

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