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Eine Schule für die Zukunft

Schülerinnen und Schüler werden heute mit globalen Problemen konfrontiert, die sie überfordern und die zu einer fatalistischen Haltung führen können. Mit Hilfe von Unterrichtseinheiten zur nachhaltigen Entwicklung können Jugendliche Strategien zum Umgang mit solchen Problemen kennen lernen und selber erproben.

Perspektive 21. Rohstoffe - Energie. 
Dieses Lehrmittel bietet eine Fülle von Materialien, mit deren Hilfe sich das Projekt «Eine Schule für die Zukunft» verwirklichen lässt. Dazu gehören u. a.:  
• Agenda 21 (TH S. 72/73)  
• Eine Schule für die Zukunft (TH S. 48)  
• Schulhausrundgang (KM S. 54)  
• Wasser sparen: Getrennte Wasserkreisläufe (KM S. 44)Perspektive 21. Rohstoffe - Energie. Dieses Lehrmittel bietet eine Fülle von Materialien, mit deren Hilfe sich das Projekt «Eine Schule für die Zukunft» verwirklichen lässt. Dazu gehören u. a.:
• Agenda 21 (TH S. 72/73)
• Eine Schule für die Zukunft (TH S. 48)
• Schulhausrundgang (KM S. 54)
• Wasser sparen: Getrennte Wasserkreisläufe (KM S. 44)

Alle sprechen vom Klimawandel. Die Medien sind voll mit Berichten über die zu erwartenden Auswirkungen und die Probleme, die damit auf uns zukommen. Das stimmt zumindest nachdenklich, macht beim genauen Hinsehen sogar wirklich Angst. Die Medienpräsenz, die das Thema bekommt, geht auch an den meisten Jugendlichen nicht spurlos vorbei. Wie sollen sie mit diesen Informationen nun aber umgehen? Das Problem zu lösen liegt jenseits ihrer Möglichkeiten, was schnell zu einer fatalistischen Haltung führen kann: Ich geniesse es noch, so lange ich kann. An dieser Stelle kann die Schule einhaken und alternative Handlungsmöglichkeiten beziehungsweise Problemlösestrategien aufzeigen und mit den Schülerinnen und Schülern einüben.

Wenn es im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung um das Lösen von Problemen geht, ist es wichtig, dass Jugendliche sich nicht überfordert fühlen. Sie sollen nicht den Eindruck erhalten, dass die ganze Bürde auf ihren Schultern ruht. Der Grundsatz der Agenda 21 «Global denken – Lokal handeln» kann hier weiterhelfen. Beim Handeln auf lokaler Ebene geht es zwar einerseits um persönliche Verhaltensweisen, aber andererseits eben auch um die Handlungen der Gemeinschaft. Darauf können alle Einfluss nehmen, tragen die Verantwortung für die letztlich getroffenen Entscheidungen aber nicht alleine. Bezogen auf den Umgang mit Fragen der nachhaltigen Entwicklung in der Schule ist es deshalb wichtig, dass nicht nur darüber gesprochen wird, was die Schülerinnen und Schüler ganz persönlich tun und lassen sollen. Jugendliche können im Gegenteil auch Ideen entwickeln, deren Umsetzung nicht in ihren Möglichkeiten liegt, sondern von den verantwortlichen Erwachsenen geleistet werden muss. Entscheidend dabei ist, dass die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, Probleme, die sich in ihrem Umfeld stellen, selber als solche wahrzunehmen. Im Anschluss daran muss ein Hintergrundwissen aufgebaut werden, auf dessen Basis nach Lösungen gesucht werden kann.

Eine Schule für die Zukunft
Jugendliche verbringen einen grossen Teil ihres Alltags in der Schule. Dieses Umfeld bietet sich deshalb geradezu an für eine Unterrichtssequenz zur nachhaltigen Entwicklung, in der die Fähigkeit, Probleme zu lösen, gezielt gefördert werden kann.

Die Fragestellungen zum Einstieg in die Sequenz lauten also:

  • Wie sehen ein Schulhaus und ein Schulbetrieb aus, die den ökologischen Vorgaben der Nachhaltigkeit standhalten?
  • In welchen Bereichen entsprechen unser Schulhaus und unser Schulbetrieb diesen Standards?
  • In welchen Bereichen sind Verbesserungen möglich?
  • Welche Verbesserungen sind am dringendsten?
  • Welche Änderungen können wir selber herbeiführen?
  • Welche Massnahmen müssen Erwachsene ergreifen (Kollegium, Schulleitung, Gemeinde)?

Ziel beziehungsweise Produkt der Unterrichtseinheit sind z. B. Präsentationen vor und Diskussionen mit dem Schülerrat, dem Kollegium und mit Verantwortlichen der Gemeinde. Mit diesen Gremien wird auch ausgehandelt, welche Ideen weiterverfolgt werden und wer dafür verantwortlich ist.  

Susanne Gattiker

Im Grundlagenartikel (S. 4) werden u. a. drei Punkte genannt, die eine problemorientierte Grundhaltung fördern und die in Bezug auf die Bildung für nachhaltige Entwicklung besonders bedeutsam sind. Sie lassen sich im Projekt «Eine Schule für die Zukunft» alle verwirklichen.

Offene, herausfordernde Aufgaben: Schülerinnen und Schüler müssen klären, worum es genau geht. Sie müssen eingrenzen, woran sie arbeiten wollen, wo der Fokus ihrer Arbeit liegen soll. Sie müssen recherchieren und sich Hintergrundwissen aufbauen. Auf der Basis dieses Wissens müssen sie Lösungsmöglichkeiten entwickeln und diese für andere zugänglich und verständlich machen. Sie müssen sich mit den Ansichten anderer und mit vorgegebenen Rahmenbedingungen auseinandersetzen und gemeinsam nach Lösungen suchen.

Risiko und Ausdauer: Die Wahrscheinlichkeit, dass die eigenen Ideen nicht oder nicht genau den eigenen Vorstellungen entsprechend umgesetzt werden, ist hoch. Mit diesem Risiko müssen die Schülerinnen und Schüler leben. Und auch wenn eine Idee akzeptiert und umgesetzt wird, dauert das meist lange und geschieht nicht von selbst, sondern muss engagiert begleitet werden.

Sich einlassen auf einen Prozess: Veränderungen brauchen ihre Zeit. In einer demokratischen Gesellschaft können sie nicht einfach «von oben» durchgesetzt werden. Diesen Prozess auszuhalten können die Schülerinnen und Schüler in diesem Projekt lernen und dabei ausserdem die Erfahrung machen, dass Ideen sich im Verlauf eines Prozesses auch weiterentwickeln können.


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Eine Schule für die Zukunft104.46 KB
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