Memory bilingue français – Deutsch
Mit dem «Memory-bilingue» lassen sich spielerisch Wortverwandtschaften entdecken: 64 Bildkarten legen einen ersten Grundstein für das Erlernen von Französisch oder Deutsch
Anlässlich der jährlich in Biel-Bienne durchgeführten «Nacht der 1000 Fragen» wurde auf der Strasse von Passantinnen und Passanten ein grossformatiges Memory mit französischen und deutschen Wörtern gespielt. Initiant dieser Aktion war das Bieler «Forum du Bilinguisme». In der Folge entwickelten das Forum und der schulverlag eine Version für Primarschulkinder, die auch in Klassen gespielt werden kann, die noch keinen Französischunterricht geniessen.
Beim «Memory-bilingue français – Deutsch» handelt es sich um 64 Bildkarten mit Gegenständen, die in der deutschen und französischen Sprache ähnlich klingen und teilweise auch sehr ähnlich geschrieben werden (z. B. la police – die Polizei, la radio – das Radio, la lampe – die Lampe usw.). Jeweils zwei Karten gehören zusammen und sind erkennbar an der gleichen Abbildung. Auf einer Karte steht jeweils der Begriff auf Deutsch auf der anderen auf Französisch. Zudem verfügt das Set über weitere 64 leere Spielkarten, die mit eigenen Gegenständen selber gestaltet werden können.
Das Memory ist für den Einsatz in der 3. Klasse entwickelt worden, kann aber je nach Einsatz bereits in der Basisstufe, im Kindergarten und der 1. und 2. Klasse verwendet werden.
Memory bilingue français – Deutsch: Spielkarten-Set 2007, Memory-Spiel in Kartonschachtel mit SpielanleitungEveil aux langues, Language awarness, Begegnung
mit Sprachen (ELBE) ist eine Grundhaltung,
die den sprachlichen Reichtum aufnimmt und zu
nutzen versucht. Lehrpersonen, die ihren Unterricht
mit ELBE gestalten, können immer wieder
kleine oder grössere Unterrichtssequenzen einbauen,
die eine Begegnung mit einer anderen
Sprache oder Kultur ermöglichen. Hierzu soll
«Memory-Bilinguisme» einen konkreten Beitrag
leisten, indem der Zugang zur Sprache Deutsch
oder zur Sprache Französisch ermöglicht wird.
Nach den Erkenntnissen des Konstruktivismus
kann nur das gelernt werden, was sich mit bereits
vorhandenem Wissen verbinden lässt. Auf
das Memory-Spiel bezogen bedeutet dies, dass
eine andere Sprache (hier Deutsch oder Französisch)
als lernbar wahrgenommen wird, wenn
Wörter in der anderen Sprache gleich oder sehr
ähnlich klingen und teilweise sogar geschrieben
werden und damit als bereits «bekannt»
wahrgenommen werden. Diese Wörter können
so als erster Grundstein für das Erlernen einer
Fremdsprache dienen. Die Wertschätzung der
anderen Sprache wird erhöht, und dank solchen
Wortverwandtschaften wirkt die neue Sprache
gar nicht mehr so fremd, wie es zunächst den
Anschein hatte.
Spatenstich für ein neues Lehrmittel?
Vorverlegung Französisch-Unterricht
Die 6 Kantone der Sprachgrenze entlang führen voraussichtlich ab 2011 den Französischunterricht ab der 3. Klasse ein. Mit den veränderten Anforderungen an einen Unterricht, der auf dem Gesamtsprachenkonzept der EDK basiert, ist auch ein neues Anforderungsprofil an das künftige Lehrmittel verbunden. Der schulverlag hat den Kantonen im Juni 2007 ein innovatives Lehrwerkskonzept vorgelegt. In der ersten Ausgabe im Oktober 2004 hat das profi-L unter dem Titel «Französische Visionen » einen Bericht über eine Auftakttagung zur Lehrmittelentwicklung publiziert (nachzulesen unter http://www.profi-l.net/2004-01- baustellen-im-kopf) . Zwei Jahre danach lag das Lehrwerkskonzept vor, und in diesen Tagen wird der Koordinationsausschuss der Sprachgrenzenkantone entscheiden, welcher der angefragten Verlage mit den Entwicklungsarbeiten betraut werden soll. Falls der Entscheid für den schulverlag günstig ausfällt, werden die die Autorinnen und Autoren ab Januar 2008 an die Arbeit gehen. Wir werden Sie darüber im nächsten im profi-L informieren können und planen, ab diesem Zeitpunkt kontinuierlich über Aktuelles und Wissenswertes aus der «Entwicklungswerkstatt» zu berichten. Sobald Testklassen für die Erprobung des noch provisorischen Materials gesucht werden, wird auch das öffentlich bekannt gemacht werden.
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