Üben nun auch noch im Werkunterricht? Ist das nötig? Ist das sinnvoll? Wenn wir uns mit der Herkunft des Begriffs Üben auseinander setzen, finden wir heraus, dass das althochdeutsche «uoben» Landbau treiben hiess. Im übertragenen Sinn kann «uoben» – üben – also auch bedeuten, etwas vorbereiten, damit nachher Neues entstehen kann. Das Kind eignet sich also durch bewusstes Üben Fähigkeiten und Fertigkeiten an, auf die es später bei anderen Werkarbeiten zurückgreifen kann. Im Werkweiser 1 (Kindergarten bis 2. Klasse) sind verschiedene Ateliers aufgeführt, die gerade diesen Begriff des vorbereitenden Übens sehr gut beschreiben.

