Meinungsbildungs- und Entscheidungsprozesse in kleineren oder grösseren Gemeinschaften laufen stets ähnlich ab. Diesen Mechanismus zu kennen ist hilfreich für das Verstehen und Agieren z.B. in einer Schule oder in der Politik.
Meinungsbildungs- und Entscheidungsprozesse in kleineren oder grösseren Gemeinschaften laufen stets ähnlich ab. Diesen Mechanismus zu kennen ist hilfreich für das Verstehen und Agieren z.B. in einer Schule oder in der Politik.
Wer kennt nicht das mulmige Gefühl, an der Gemeindeversammlung aufzustehen und das Wort zu ergreifen? Auch viele Schülerinnen und Schüler haben Angst, vor der Klasse einen Vortrag zu halten oder sich aktiv an einer Diskussion in der Klasse zu beteiligen.
Die Auswertung des nationalen Projektes «Jugend debattiert» zeigt Wege, wie Hemmungen vor dem öffentlichen Auftritt abgelegt werden können.
Wer am Leben einer Gemeinschaft partizipieren soll und will, muss früh Gelegenheit bekommen, dies zu lernen. Das Projekt Ideenbüro der Primarschule Leubringen/Evilard (Seite 10 in diesem Heft) zeigt eine breite Palette von Bereichen, in denen schon Kinder der Unter- und Mittelstufe mitbestimmen und Verantwortung übernehmen können. Sie leben und lernen dabei Demokratie, arbeiten also im Bereich der politischen Bildung. Bereits in der Unterstufe soll nämlich das Mitentscheiden und Mitverantworten – beides Kernanliegen der politischen Bildung – gelernt und geübt werden. Damit werden die Grundlagen gelegt für die weitere Arbeit in der Oberstufe und der Sekundarstufe II. Zur Unterstützung der Lehrpersonen wird gegenwärtig ein Grundlagenband zur politischen Bildung erarbeitet.